Traditionelle Heilkunst für natürliche Regeneration.

Blutegeltherapie

Blutegeltherapie

Neue Energie für Körper und Geist

Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) wurden schon vor Jahrtausenden zu Heilzwecken eingesetzt, gerieten aber zwischenzeitlich in Vergessenheit. Heute sind sie in meiner Praxis in Fürstenfeldbruck ein fester Bestandteil der therapeutischen Behandlung. Die in meiner Praxis verwendeten medizinischen Blutegel stammen aus deutscher Zucht und dürfen aus hygienischen Gründen nur einmal verwendet werden.

Rechtlich gelten sie als Arzneimittel und unterliegen damit den gleichen hohen Sicherheitsstandards wie alle zulassungspflichtigen Medikamente.
Während des Saugvorgangs gibt der Blutegel über 100 verschiedene Wirkstoffe ab, die entzündungshemmend, gerinnungshemmend, gefäßerweiternd, schmerzlindernd und lymphstromfördernd wirken. Die bekannteste dieser Substanzen ist Hirudin, das auch als Wirkstoff in einigen Salben verwendet wird.

Durch wissenschaftliche Forschungen gewinnt die Methode zunehmend an Bedeutung, insbesondere in der Unfallchirurgie, etwa bei Replantationen, bei venösen Erkrankungen wie oberflächlichen Venenentzündungen sowie bei Beschwerden des Bewegungsapparates, beispielsweise Kniegelenksarthrose.

F.A.Q. - Blutegeltherapie

Das wollen Patienten wissen

Für eine angenehme Behandlung empfiehlt es sich, bequeme, weite Kleidung zu tragen. Die Behandlung kann etwa 30–90 Minuten dauern. Die Blutegel werden auf die betroffenen Stellen gesetzt und saugen sich fest, was meist nur als leichtes Ziehen spürbar ist und nach wenigen Minuten nachlässt. Während des Saugens geben sie gerinnungshemmende und entzündungshemmende Wirkstoffe ab, die die Durchblutung fördern und das Lymphsystem entlasten. Pro Egel werden ca. 10 ml Blut entzogen. Nach dem Vollsaugen lassen die Tiere von selbst los.

Die kleine Bisswunde blutet noch einige Stunden nach, was wie ein sanfter Aderlass wirkt. Nach der Behandlung erhalten Sie einen dicken Saugverband. Ich empfehle daher, weite Kleidung und gegebenenfalls offene Schuhe zu tragen. Der Verband sollte bis zum nächsten Tag angelegt bleiben. Zur Infektionsvermeidung sollten körperliche Anstrengung, Wärmeanwendungen und längere Wasserkontakte für 1–2 Tage vermieden werden. Die Bissstellen heilen von allein ab.

Die Einsatzgebiete der Blutegeltherapie sind äußerst vielfältig und durch Jahrhunderte altes Anwendungswissen belegt.

  • Kniegelenksentzündung
  • Gelenkschmerzen (z.B. Arthrose, Arthritis)
  • Gonarthrose
  • Achillessehnenentzündung
  • Tinnitus und Hörsturz
  • Chronisches Schmerzsyndrom
  • Rückenschmerzen
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Krampfadern, Besenreißer
  • Endometriose
  • Rheumatische Erkrankungen, akuter Gichtanfall
  • Durchblutungsstörungen
  • „Kalkschulter“
  • Wundheilungsstörungen durch postoperativen Lymph- und Venenstau
  • Benutzen Sie bitte vor der Behandlung keine Duschgels, Badezusätze, Körperlotionen, Salben und Parfums. Das mögen die sensiblen Tierchen nicht.
  • Rauchen mindestens 12h vorher einstellen.
  • Auf ausgeprägten Knoblauch-/Bärlauchkonsum 24h vorher verzichten.
  • Vor der ersten Behandlung muss ein zumindest kleines Blutbild (nicht älter als drei Monate) vorliegen. Dieses können Sie entweder bei mir oder bei Ihrem Hausarzt erstellen lassen.
  • Aspirin® sollte 5-7 Tage vor einer Behandlung nach Rücksprache mit Ihrem Arzt nicht eingenommen werden.

Der Biss eines Blutegels ist kaum schmerzhaft und wird am ehesten mit einem Brennnesselstich, einem Insektenstich, einem leichten Ziehen oder dem Einstich einer Spritze verglichen.

Seltene Nebenwirkungen und mögliche Komplikationen: In einigen Fällen kann es zu einer verstärkten oder verlängerten Nachblutung kommen. Zudem können juckende Hautrötungen an den Bissstellen auftreten, die auf eine allergische Reaktion hinweisen. Gelegentlich kann es zu Wundinfektionen wie einem Erysipel kommen. Vorübergehende Schwellungen, ein Gelenkerguss oder eine Vergrößerung der regionalen Lymphknoten sind ebenfalls möglich. In seltenen Fällen bleiben Pigmentstörungen, kleine Narben oder Papeln an der Bissstelle zurück.

Die Behandlung ist nicht geeignet bei Blutgerinnungsstörungen wie Hämophilie, medikamentöser Gerinnungshemmung (z. B. Marcumar®) oder Thrombozytopenie. Ebenso ausgeschlossen sind Hauterkrankungen an der Applikationsstelle, akute Magen- oder Darmgeschwüre, schwere Anämie sowie erhebliche Immunschwäche (z. B. AIDS, Chemotherapie). Weitere Kontraindikationen sind fortgeschrittene chronische Erkrankungen wie Krebs im Spätstadium oder langjährige Dialyse, schwere periphere Gefäßerkrankungen (pAVK ab Stadium III) und ausgeprägte Wundheilungsstörungen (z. B. bei schlecht eingestelltem Diabetes).

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